Labordiagnostik zwischen Ethik und Monetik

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

In Gesprächen mit Fachpersonal und Patienten zeigt sich, dass völlig falsche Vorstellungen über die Honorierung von Laborleistungen bei Pflichtversicherten bestehen. Zwischen 7 - 50 € wurden als Laborhonorar vermutet. Es sind nicht 7, auch nicht 5 €, nein, es sind Null Euro !

Für die täglichen Laborleistungen ist eine Fachkraft insgesamt 3 Stunden tätig, arbeitet also 15 Stunden pro Woche umsonst.

Ist das schon demotivierend, so kommt die übliche Regressdrohung noch dazu, was heißt: Bei zu viel veranlassten Laborleistungen kann es "Strafgeldforderungen" an uns geben.

Sie werden verstehen, dass wir daher nicht allen Ihren Wünschen nachkommen können.

Es bleibt für Sie die Möglichkeit zusätzliches Labor selbst zu bezahlen.Die Kosten für einen "normalen" Laborwerte liegen bei 2-3 €.

Derartige Verschlechterungen der Honorarsituation plus Regressdrohungen in allen Bereichen und zunehmende Bürokratisierung sind schuld am Sterben der Praxen. Das ist sowohl den Krankenkassen bekannt wie auch der Politik. Vieleicht politisch sogar gewollt hin zur Einheitskrankenkasse und einem Polikliniksystem nach DDR-Vorbild. Das schreckt die jungen Ärztinnen und Ärzte vor der Niederlassung ab!

 

Herzlichst Ihre Hausärzte