Naturheilkundliche

Krebstherapie

 

Gedanken und Anregungen

eines Ganzheitsmediziners


Warum brauchen wir eine ganzheitliche Krebsmedizin?

 

Die traditionelle chinesische Medizin stuft Ärzte folgendermaßen ein:
Überragende Ärzte verhindern Krankheit, mittelmäßige heilen noch nicht ausgebrochene Krankheiten, unbedeutende Ärzte behandeln bereits bestehende Krankheiten.
Dies ist sicherlich eine harte Aussage, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die konventionelle Krebsbehandlung (schulmedizinische) zum Ziel hat, Krebszellen durch Operation, Chemotherapie und/

oder Strahlentherapie oder Hormone zu vernichten.

Neuere Therapiestrategien dagegen zielen darauf ab, die Wachstumssignale der Krebszellen zu blockieren, bzw. durch Änderung der Lebensführung (lifestyle) eine Krebsentstehung möglichst zu verhindern.

Die schulmedizinische Tumorbehandlung hat in den letzten Jahren viel erreicht, aber trotz aggressiv-

sten Therapieformen ist die Heilungsrate letztlich nur gering von 52 % auf etwa 54 % angestiegen.

Zusätzliche (= komplementäre, d.h. ergänzende) ganzheitliche Konzepte verbessern die Verträg-

lichkeit und die Erfolge der Therapie.

Schulmedizin und Komplementärmedizin sollten zum Wohle des Patienten zu einem Gesamtbehandlungs-

konzept vereint werden.








Medicus curat, natura sanat:
(Der Mediziner kuriert, die Natur heilt)

Die ganzheitliche Krebsmedizin wirkt auf Körper, Geist und Seele und fördert die Selbstheilungs-kräfte des Patienten. Der Patient wird selbst tätig, Eigeninitiative und Eigenverant-wortlichkeit werden gefördert, dadurch sind Gefühle wie Angst und Ohnmacht gleichzeitig reduziert, der psychische Effekt der Krankheit wird vermindert.

 

Das große Problem im Unverständnis der Schul-medizin gegenüber bewährten Naturheilverfahren ist die irrige Ansicht, dass allein die Schulmedizin rational begründbar eine Krankheit diagnostizieren und heilen kann (entsprechend dem Newtonsch-Cartesianischem Weltbild).

 

Das ist zu einfach gedacht, der Mensch ist ein Wesen mit vielen Ebenen und Verbindungen. Stör-

faktoren und Einflussmöglichkeiten entstehen durch die Therapie, aber auch durch Umwelt, Erbanlage, Ernährung, etc.

 

Derzeit versucht man, den Menschen wie eine Maschine zu reparieren, es werden allein statis-tische Zahlenwerke, die teilweise unkorrekt inter-pretiert werden, für die Therapie als Basis benutzt.

 

Behandelt wird nach dem, was der überwiegenden Mehrheit in der Statistik wahrscheinlich geholfen hat. Die Medizin muss sich aber wieder auf ihren eigentlichen Inhalt, den einzelnen Menschen und seine Bedürfnisse besinnen und sich daran orien-tieren (Professor Horn).

 

Jeder Patient benötigt eine auf ihn zugeschnittene Therapie!

 

Ist Krebs eine Erkrankung der Mitochondrien?

 

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ in unseren Körperzellen und es gibt ernsthafte wissenschaft-

liche Überlegungen, dass Krebs eine Erkrankung der Mitochondrien ist. Unterstützt wird diese Theorie durch die bekannten 5 teuflischen Eigenschaften von Krebszellen

 

Diese sind:

  1. Zellteilung auch ohne externe Wachstumssignale: Krebszellen teilen sich unentwegt weiter ohne ein höheres Kommando des Körpers.
  2. Wachstum trotz Stoppsignal der Nachbarzellen: Die Nachbarzellen können den „Eindringling“ nicht stoppen.
  3. Kein Selbstzerstörungsprogramm: Normale Zellen sterben nach einiger Zeit ab, man nennt diesen Vorgang Apoptose. Die Krebszelle ist gewissermaßen unsterblich.
  4. Stimulation der Neubildung von Blutgefäßen und damit gute Versorgung für weiteres Wachstum des Tumors.
  5. Eindringen in das Nachbargewebe und Bildung von Tochterzellen (Metastasen).

 

Derzeit gilt in der Schulmedizin über die Krebsent-stehung die sogenannte Mutationstheorie. Das heißt aus einer einzigen „entarteten“ Krebszelle werden die jeweils identischen DNA-Defekte im Zellkern an jede Tochterzelle weiter gegeben. Tatsache ist aber, dass man im Bereich desselben Tumors völlig unterschiedliche genetische Materialen im Zellkern findet. Das widerspricht aber eindeutig der schulmedizinischen Theorie.

 

Wenden wir uns deshalb nochmals den Mitochon-

drien, das heißt den Kraftwerken unserer Zellen, die uns mit Energie versorgen, zu:

 

Wir finden pro menschlicher Zelle im Schnitt 1500 Mitochondrien, jedes Mitochondrium verfügt über circa 3000 ATP-Synthesestellen, woraus sich pro Zelle 4.500.000 ATP-Synthesestellen ergeben. ATP ist die Energieform, die unser Körper benötigt, wie unser Auto Benzin.

 

Bei der Energiegewinnung werden aus 1 Molekül Zucker 38 energiereiche Phosphate (ATP) gewonnen. Die gesamte Masse pro Tag entspricht etwa unse-

rem Körpergewicht, ein Radrennfahrer produziert bis zu einer Tonne pro Tag!

 

Wird dieses empfindliche System gestört, so hat dies erhebliche Folgen.


Professor Warburg (Nobelpreisträger der dreißiger Jahre) hat erkannt, was zwischenzeitlich endlich auch von der Schulmedizin anerkannt wird, nämlich, dass geschädigte Mitochondrien von der üblichen sauerstoffabhängigen Verbrennungstechnik auf Zuckervergärung umstellen.

 

Dabei fallen pro 1 Molekül Zucker nur 2 ATP als Energiegewinn an. Folglich müssen diese betrof-

fenen Zellen vermehrt Kohlenhydrate aufnehmen um ausreichend Energie zu erzeugen. Der Tumor-

patient sollte sich also eher kohlenhydratarm ernähren. Gleichzeitig entstehen dabei erhebliche Mengen von Milchsäure, die das umgebende Gewebe abschotten und so eine wirksame Immunantwort des restlichen gesunden Körpers auf den Tumor blockieren. Gestört und zerstört werden Mitochondrien vor allem durch Angriff freier Radi-

kaler! Freie Radikale sind Stress, Nikotin, Umwelt-

belastungen etc.

 

 

In weiterer Folge entsteht über komplizierte Vor-

gänge in der Zelle sehr viel CO-Gas, was zur Folge hat:

  1. Es werden Enzyme aktiviert, die die Zellteilung aktivieren (erste toxische Eigenschaft von Krebszellen).
  2. Die Kommunikation zwischen den Zellen wird unterbunden oder gehemmt (zweite toxische Eigenschaft).
  3. Das CO-Gas blockiert den program-
  4. mierten Zelltod, d.h. die Krebszelle wird unsterblich (dritte toxische Eigenschaft).

 

 Warum versagt immer das Immun-

system bei Krebs?

Grundsätzlich entstehen in jedem Körper täglich tausende von Krebszellen, die von unserem Immun-system erkannt und beseitigt werden müssen. Krebszellen können über Jahre im Körper vorhanden sein ohne sich zunächst bemerkbar zu machen.

 

Damit eine Abwehrzelle (Killerzelle) die Krebszelle überhaupt angreift, muss sie diese natürlich auch als solche erkennen. Krebszellen haben häufig nur einen schwachen Antigen-charakter oder maskieren ihre Antigene, so dass sie von den Killerzellen toleriert werden, weil sie nicht als bedrohlich eingestuft werden.

 

Zusätzlich muss sich die Killerzelle bei der Krebs-

zelle gewissermaßen andocken können über Adhäsionsmoleküle. Krebszellen haben häufig nur geringe Mengen solcher Adhäsionsmoleküle.

 

Darüber hinaus vergären Krebszellen nach Professor Warburg Zucker. Die dabei entstehende Milchsäure wird in die Umgebung abtransportiert und sorgt als linksdrehende Milchsäure dann für ein saures Milieu in dem die Killerzellen nicht angreifen können.

 

Vereinfacht gesagt, besteht unser Immunsystem aus Killerzellen, die von Helferlymphozyten aktiviert wer-

den müssen, damit sie die entsprechenden Zielzellen (z.B. Krebszellen) angreifen.

 

Gegenspieler dieser Helferlymphozyten sind Supres-

sorlymphozyten, die die Killerzellen deaktivieren. Diese Supressorzellen können also eine wirksame Reaktion auf die Krebszellen verhindern.

 

Die Krebszelle gibt dazu Botensubstanzen ab, die zu den sogenannten proinflamatorischen Zytokinen gehören. Diese Zytokine werden aber auch bei chronischen Entzündungen vermehrt gebildet und stimulieren auch hier diese Supressorlymphozyten. Daraus ergibt es sich, dass chronische Entzün-

dungen ebenfalls auf Dauer in Krebs übergehen können.

Als Therapie bieten sich hier unter anderem Thymuspeptide an. (siehe Thymustherapie)




Ernährung
Krebs den Brennstoff nehmen

Häufig fragen Krebspatienten Ihren Arzt:

Was soll ich essen, was soll ich weglassen, welche Vitamineinnahme ist sinnvoll?

Die häufigsten Antworten: Essen Sie, was Ihnen schmeckt, Salate, Obst und Gemüse, mehr benötigen sie nicht.

 

Diese Antworten werden verständlich, wenn man weiß, dass weder im Studium noch in der klinischen Ausbildung eines Arztes auf Diät und orthomole-

kulare Medizin (Nahrungsergänzung) eingegangen wird.

Als ausgebildeter Ernährungsmediziner empfehle ich eine individuelle, vitaminreiche, hochkalorische und eiweißreiche Ernähung und komme zurück auf den Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg, dessen wichtige Erkenntnis über die Energiegewinnung der Krebszelle durch Vergärung erst jetzt richtig erkannt und anerkannt wird.

Glucose, also Zucker, ist für den Menschen ein wichtiger Energielieferant. Ein Überangebot von Glucose – und das haben wir in unserer Gesellschaft mit den zunehmenden Übergewichtigen – kann aber zu schwerwiegenden Zellschäden und damit zu schweren Erkrankungen führen.

Zusätzlich liegt ein bestimmter Anteil des Moleküls Glucose in seiner reaktiven Form (einer offenen Aldehydform) vor. Ähnlich wie wir das beim Formalde-

hyd kennen, kommt es durch Reaktion mit Eiweißen der Zelle zu endgültigen, nicht reparablen Zell-

schädigungen.

Daraus lässt sich verstehen, dass eine zu hohe Kon-

zentration von Glucose in der Zelle auf Dauer zu schweren Schäden führt.

Manche Gewebezellen sind besonders empfindlich und hier finden wir auch die entsprechenden Veränderungen beim Diabetiker: Die Netzhaut, die Nervenzellen und die Blutgefäße. Hier entwickeln sich die typischen diabetischen Komplikationen.

Glucose (Zucker) ist der Treibstoff für unsere Skelettmuskulatur, aber auch der Treibstoff für das Aggressivwerden von Krebszellen.

Bei sportlicher Betätigung greift der Skelettmuskel zunächst auf diese Glucose zurück, dann werden die Glycogenspeicher (Zuckervorrat) der Muskelzelle und der Leber entleert und erst dann auf Fettverbren-

nung umgestellt. Der Herzmuskel führt von vorn-

herein auch bei Verfügbarkeit von Glucose eine Fettverbrennung durch. Ist Ihnen ein Fall von Herzkrebs bekannt? Also auch hier ein Hinweis, dass zuviel Kohlenhydrate nachteilig sind. Bestimmte Formen von Krebszellen verwenden Glucose zur Energiegewinnung ohne Sauerstoff-verbrennung. Ähnlich macht das auch die Skelett-

muskelzelle, wenn kein Sauerstoff mehr vorhanden ist dann entsteht Milchsäure, Laktat, was wir dann als Muskelkater spüren.
Der wesentliche Unterschied ist nun, dass die Skelettmuskelzelle, wenn wieder Sauerstoff vor-

handen ist, das Laktat abbaut, die Krebszelle jedoch nicht (Warburg-Effekt). Durch diese gebil-

dete Milchsäure zerstört die Krebszelle umgebendes gesundes Gewebe und kann sich weiter ausbreiten und auch Metastasen bilden.

Ein weiterer Unterschied zur Skelettmuskelzelle besteht darin, dass die Krebszelle allein vom Treibstoff Glucose abhängig ist und nicht wie die Skelettmuskelzelle auf Fettverbrennung umsteigen kann. Also ein weiterer Hinweis, dass eine spezi-

fische „Krebsernährung“ sinnvoll ist. Ideal für den Tumorpatienten ist daher eine kohlenhydratarme und eiweißreiche (Steigerung der Immunabwehr) Ernährungsform.

Ein weiterer Punkt der hier nachdenklich stimmen sollte, ist die Tatsache, dass unter allen Lebewesen Krebs in seiner aggressivsten Form also mit Metas-

tasen nur bei Menschen und einigen von ihm gefüt-

terten Haustieren vorkommt. Bei allen anderen Lebe-

wesen ist Krebs kein gravierendes Problem. Als der Mensch noch Jäger und Sammler war, kam Krebs ebenfalls äußerst selten vor.

Krebs beschränkt sich im wesentlichen auf drei Le-

bewesen: Mensch, Hund und Hauskatze. Alle diese weisen einen hohen Konsum von Kohlenhydraten auf. Leider enthalten auch die gängigen Tiernahrungen einen hohen Zuckeranteil.

 

Sport

Sport verlängert die Überlebenszeit von Krebspatien-

ten. Warum? Weil dadurch, wie oben ausgeführt, viel Glucose verbraucht wird und damit für die Krebs-

zelle entscheidend weniger Nahrung zur Verfü-

gung steht.

 

 

Fazit:

Eine kohlenhydratarme, eiweißreiche Ernährung mit individueller Ergänzung von Vitalstoffen kombiniert mit viel Bewegung und unterstützt durch Therapie-methoden aus der Komplementärmedizin auf dem Boden der Schulmedizin ist die optimale Strategie gegen die Krebserkrankung.

Sind Sie betroffen oder haben Sie weitergehende Fragen zu diesem Thema , vereinbaren Sie bitte einen Sprech-stundentermin.

 

Herzlichst,

Ihr Dr. med. Peter K. E. Göhring